Applied Research

Gerade vor dem Hintergrund der Befragungsmüdigkeit mancher Zielgruppen sowie der Schwierigkeit, authentische Personen für die Marktforschung zu rekrutieren, eröffnet Social Media der Marktforschung neue Möglichkeiten, ein tiefes Verständnis über relevante Zielgruppen zu gewinnen.

40 Millionen Deutsche sind mittlerweile Mitglied in sozialen Netzwerken, allein Facebook hat hierzulande 25 Millionen aktive Nutzer, weltweit sind es sogar über 800 Millionen. Die Mitgliederzahlen von Business-Netzwerken wie LinkedIn oder XING wachsen stetig. Dies zeigt, dass die Nutzung des Social Webs mehr als nur ein Trend ist. Egal, ob jung oder alt, privat oder beruflich, Kommunikation und Dialog im Web haben sich als fester Alltagsbestandteil etabliert.

Im Zuge der Digitalisierung zwischenmenschlicher Kommunikation ist eine Vielzahl an neuen Marktforschungstools entstanden, deren Nutzen aus Managementsicht nicht immer einfach zu bewerten ist.

Im Prinzip können zwei methodische Ansätze unterschieden werden (s. Abb. 1 PDF):

  • Überführung bewährter Offline-Methoden in den Online-Kanal, z. B. Online-Fokusgruppen oder mobile Einzelinterviews
  • Entwicklung neuer innovativer Methoden wie Web Crawling oder Community Research

Offline-Methoden für den Online-Kanal

Zu den in den Onlinekanal übertragenen Offline-Methoden gehören besonders die klassischen Fokusgruppen und Einzelinterviews, die sich in- zwischen in ihrer Online-Variante als zuverlässige Instrumente etabliert haben. Kernvorteil dieser reaktiven Methoden ist es, dass die Zielpersonen in ihrer realen Alltagsumgebung, am Laptop oder Computer zu Hause oder auch unterwegs per Handy oder Smartphone befragt werden können. Durch diese räumliche Flexibilität steigt einerseits die Bereitschaft, an der Marktforschung teilzunehmen, andererseits werden durch die Alltagsnähe reale Einstellungen, Emotionen und Verhaltensweisen besser zugänglich.

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