Brandaktuelle Studie "Was Frauen wollen"

Repräsentative Studie zu Einstellungen und Anforderungen von Frauen bezüglich ihrer Arbeitgeberwahl. Wesentliche Ergebnisse im Überblick:

Bis zur Chancengleichheit scheint es noch ein langer Weg zu sein
37% haben die "gläserne Decke" bereits gespürt | 55% glauben weniger zu verdienen als männliche Kollegen in gleicher Position; 54% schätzen diesen Gehaltsnachteil auf mindestens 10% | 54% befürworten eine Frauenquote in Führungspositionen.

Employability und Work-/Life-Balance sind für Arbeitgeberwahl wichtiger als Frauenthemen i.e.S.
Employability-Faktoren (z.B. schnelle Verantwortungsübernahme) sind am wichtigsten | Work-/Life-Balance-Faktoren (z.B. flexible Arbeitszeiten) folgen | Frauenspezifische Faktoren im engeren Sinne (z.B. frauenspezifische Weiterbildungsmöglichkeiten) sind wichtig, werden aber auf Rangplatz 3 der Wichtigkeit eingestuft.

Frauenfreundlichkeit von Unternehmen ist wichtiges Entscheidungskriterium bei Arbeitgeberwahl
70% würden sich, bei gleichwertigen Angeboten, für das frauenfreundlichere Unternehmen entscheiden | 60% finden es gut, wenn sich Unternehmen besonders frauenfreundlich positionieren | 52% befürworten eine frauenspezifische Ansprache von Bewerberinnen

Berufseinsteigerinnen gehen mit viel Selbstbewusstsein und Optimismus in den Beruf
Für Berufseinsteigerinnen spielt aufgrund fehlender Negativerfahrung Frauenfreundlichkeit bei der Arbeitgeberwahl noch eine etwas geringere Rolle. 43% finden die frauenspezifische Ansprache von Bewerberinnen passend (Ges. 52%) | Flexible Arbeitszeitmodelle (68% zu Ges. 80%) sind weniger wichtig als allgemeine Employability-Faktoren.

Young Professionals befinden sich an einer kritischen Weichenstellung hinsichtlich Karriere und Familienplanung und sind besonders offen für frauenfreundliche Angebote und Maßnahmen
Sie schätzen das Chancenungleichgewicht beim Gehalt im Vergleich zu männlichen Kollegen in gleicher Position am negativsten ein (49 % zu Ges. 40%) | Frauenfreundlichkeit von Unternehmen ist ihnen wichtiger: Frauenfreundliche Ansprache (63% zu Ges. 52%), Einfluss auf Arbeitgeberwechsel (39% zu Ges. 34%)

Experienced Professionals haben sich häufig mit ihrer Situation im Beruf arrangiert
Sie haben die gläserne Decke häufiger gespürt (45% zu Ges. 37%) | Dennoch fordern sie sich etwas weniger die frauenfreundliche Positionierung von Unternehmen (55% zu Ges. 60%) | Ein wenig Resignation scheint bei ihnen durch: 83% meinen, dass kommunizierte Frauenfreundlichkeit nichts mit gelebter zu tun haben muss (Ges. 75%)

Frauen in Branchen mit traditionell hohem Männeranteil geht es besser als man denkt
Frauen in Männerbranchen haben die gläserne Decke weniger zu spüren bekommen als der Durchschnitt (31% zu Ges. 37%) | Sie sehen weniger Nachholbedarfe bei der Frauenfreundlichkeit ihres Unternehmens (25% zu Ges. 30%)

Frauen in klassischen Frauenbranchen geht es schlechter als man denkt
Frauen in Frauenbranchen bewerten die Frauenfreundlichkeit ihres Unternehmens kritischer (40% zu Ges. 30%) | Sie sind unzufriedener mit der eigenen Karrieresituation: überdurchschnittlich viele geben eine Note von 4 und schlechter | Sie haben selbst die gläserne Decke häufiger erlebt als andere (43% zu Ges. 37%)

Unser Fazit:

Frauenfreundlichkeit lohnt sich!
Frauenfreundlichkeit bietet für Arbeitgeber eine große Chance, um Wettbewerbsvorteile bei der Gewinnung und Bindung von weiblichen Talenten zu erlangen. Der Faktor Frauenfreundlichkeit stellt also eine attraktive Differenzierungsmöglichkeit für Arbeitgebermarken dar.

Beim Thema Frauenfreundlichkeit gibt es noch viel zu tun!
Auch wenn Unternehmen aus ihrer Sicht schon viel tun, gibt es insbesondere bei Maßnahmen, die Frauen konkret bei der Karriereentwicklung fördern oder hinsichtlich Vereinbarkeit von Karriere und Familie entlasten, deutlichen Verbesserungsspielraum. Hier haben interessanterweise insbesondere die typischen Frauenbranchen Nachholbedarf.

Das größte Potenzial zur relevanten Differenzierung mit dem Them Frauenfreundlichkeit gibt es bei Young Professionals!
Mit Blick auf den viel diskutierten zukünftigen Fachkräftemangel können Arbeitgeber gerade bei der strategisch wichtigen Zielgruppe der Young Professionals mit der richtigen frauenfreundlichen Ausrichtung punkten.