Handlungsbedarfe einer Branche im Umbruch - Beispiel Energie

Eine Branche am Scheideweg

Die Energiebranche steckt in einem tiefen Umbruch. Die Energiewende läuft auf vollen Touren, die erneuerbaren Energien sind im ersten Halbjahr mit knapp 29 Prozent erstmals die wichtigste Quelle im deutschen Strommix, unter anderem begünstigt durch eine Novelle des Erneuerbare- Energien-Gesetzes 2014, vor deren Inkrafttreten Projekte mit Hochdruck realisiert wurden. Zudem ist der Wettbewerbsdruck so hoch wie nie. Rund 1.170 Stromanbieter im deutschen Markt stehen im Wettbewerb um die Gunst der Kunden. In manchen Regionen, wie beispielsweise Berlin, stehen über 400 Marken zur Auswahl. Kunden nutzen dieses Angebot - sie sind informierter und wechselwilliger. Die kumulierte Wechselquote beträgt in 2013 bereits 32,8 Prozent d. h. über 13 Millionen Haushalte haben seit 1998 ihren Stromversorger mindestens einmal gewechselt. Der Wettbewerb in der Branche und an Branchenschnittstellen wird darüber hinaus durch den Eintritt "grüner" Start-ups, mit Angeboten von intelligenten Stromzählern (z. B. Greenpocket) bis hin zu Ökostrom (z. B. Polarstern), sowie etablierter Unternehmen anderer Branchen weiter verstärkt. Zum Beispiel Telekom, die mit QIVICON eine Allianz führender Unternehmen zum Thema SmartHome initiierte, oder Google, das den Markt durch die Akquisition des Herstellers lernfähiger Thermostate Nest Labs betrat.

Gleichzeitig stellt sich die Frage, wo sich der Kampf um die Kunden zukünftig abspielen wird, denn die aktuellen Geschäftsmodelle sind nur beschränkt zukunftsfähig. Die Profitabilität der Energieversorger ist gesunken, und die Unternehmen bereiten sich bereits auf starke Veränderungen ihrer Geschäftsmodelle in den kommenden Jahren vor.

Lesen Sie den gesamten Artikel als PDF-Download